Suche Frieden und jage ihm nach!  

Psalm 34,15

Über jahreslosung.jetzt

Sebastian Hoffmann lebt und arbeitet als Kommunikationsdesigner in München. Nach seinem Studium und mehrjähriger Tätigkeit in führenden Marken- und Design-Agenturen ist er seit 2015 selbstständig. Sein Fokus liegt dabei auf Konzeption und Gestaltung, Markenentwicklung und Corporate Design für Unternehmen und Organisationen. Besonders fasziniert Sebastian Hoffmann das Zusammentreffen von gelebtem Glauben und Kreativität. Er ist aktives Mitglied der Künstlergemeinschaft DAS RAD und des Verbands CiW Christen in der Wirtschaft.

Auf der Jagd nach dem Frieden – Sebastian Hoffmann im Interview

 

In den Händen von Sebastian Hoffmann ist eine Wasserspritzpistole mehr als ein Kinderspielzeug. In Kombination mit der Friedensfahne wird sie zur Vorlage für sein neues Design-Produkt: einen Pin aus Soft-Emaille zur Jahreslosung 2019 „Suche den Frieden und jage ihm nach“ aus Psalm 34. Wir haben den Kreativen, frisch verheirateten Ideensprudler getroffen.

 

Wie kamst du auf die Idee, eine Anstecknadel zur Jahreslosung zu designen?

Der Pin ist ein selbstinitiiertes Projekt, mit dem ich Mitte 2017 begonnen habe. Ich wollte ein Motiv zur Jahreslosung gestalten und dabei nicht „noch einer mit einer Postkarte“ sein. Es entwickelte sich die Idee, mit Weich-Emaille zu arbeiten, mit der man unter anderem Pins gestalten kann. Ich hatte damit etwas, das einerseits sehr grafisch ist, aber eben auch ein haptisches Produkt. Etwas zum Anfassen. Die Jahreslosung 2018 war dann mein Pin-Erstlingswerk. Davon habe ich einen Probelauf von 200 Stück produzieren lassen. 

Was ist mit den 200 Pins passiert?

Viele habe ich an Weihnachten verschenkt. Meine ersten Fans waren meine Eltern, die sich die Pins direkt angesteckt haben. Außerdem wollte ich wissen, was andere davon halten, und verschenkte weitere Pins. Auch andere Designer waren begeistert und fanden sie innovativ. Das war ein wichtiges Feedback für mich und ich beschloss, auch für das kommende Jahr einen Emaille-Pin zu designen. Und jetzt habe ich auch noch die passenden Postkarten und Lesezeichen dazu und bin wohl doch „noch einer mit Postkarte“ geworden.


Wie passen „der Friede“ und „das Jagen“ zusammen?

Ich habe einige Ideen über mehrere Wochen mit mir herumgetragen und dabei die Gedanken laufen lassen und Assoziationen gesammelt, wie man Frieden und Nachjagen anschaulich machen kann. Erst lag der Fokus nicht auf dem Endprodukt, sondern ich wollte mich von den Standardideen, die sehr naheliegend sind, lösen. Zum Beispiel denkt man bei „Frieden“ sofort an die Taube. Den Gedanken hatte ich auch, aber ich bin jetzt ganz froh, dass es am Ende nicht die Taube geworden ist. Das Schöne an der Pistole, aus der eine Friedensfahne hervor-schießt, ist, dass man sie hinterfragen und interpretieren kann.

Warum sollte ich mir sprichwörtlich „die Pistole auf die Brust setzen“, also das Motiv anstecken?

Ich finde cool, dass es nicht nur ein nettes Motiv ist, sondern dass dahinter eine Botschaft steckt. Für mich persönlich übernimmt der Pin auch die Funktion, dass er als kleiner „Reminder“, als Erinnerung, übers Jahr verteilt immer wieder auftaucht. Außerdem kann man darüber ins Gespräch kommen und bekommt vielleicht einen Anreiz, den Psalm in der Bibel nachzulesen. 

 

Welche Bedeutung hat der Psalmvers für dich?

Bei der Aufforderung, dem Frieden nachzujagen, geht es nicht nur um das menschliche Zusammenleben. Es geht um meinen persönlichen Frieden. Den Frieden, den ich mit Gott haben darf. Daraus kann natürlich Frieden mit anderen Menschen folgen. Außerdem steht das „Suche den Frieden“ nicht im luftleeren Raum. Sondern es wird uns an anderer Stelle in der Bibel auch zugesagt: „Suchet, so werdet ihr finden.“ Es geht also nicht um ein blindes Herumstochern. Im Gegenteil – Friede ist greifbar.

 

Das Interview führte Clarissa Gröschen. Erschienen im  adeo Magazin Herbst 2018

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